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200801105 Imbissbude Von Gerhard Metzger

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Geislinger Zeitung, 05.01.2008

Gerhard Metzger serviert an seinem Imbissstand auch
Glaubenszuversicht Currywurst und Gottes Segen

Mehr als eine Imbissbude betreibt Gerhard Metzger. FOTO: CLAUDIA BURST

Am Imbissstand am Städtischen Sportplatz in Geislingen bietet Metzgermeister Gerhard Metzger mehr als Currywurst und Schnitzelwecken: Er will zugleich die biblische Hoffnung und Freude durch seinen Glauben an seine Gäste weitergeben.

"Jesus die Ehre, uns die Freude". Das gerahmte Plakat mit dieser Aufschrift fällt jedem auf, wenn er das "Entrée" am Städtischen Sportplatz Geislingen, gegenüber vom AEW, betritt. Gerhard Metzger, dem Besitzer dieser gemütlichen, originell gefliesten Imbiss-Hütte, ist genau das wichtig: Das Bekenntnis zu seinem Glauben an Jesus Christus. Er, der passend zu seinem Nachnamen gelernter Metzgermeister ist, fühlt sich von Gott an diesen Platz gestellt.

Hier kann er neben dem Verkauf seiner Mahlzeiten auch die gute Nachricht weitergeben. Täglich kommen 60 bis 70 Kunden - beileibe nicht alle nur wegen der leckeren Würstchen, riesigen Schnitzel oder der frischen, selbst zubereiteten Beilagen. Viele Stammkunden suchen einen Gesprächspartner, der zuhört und etwas Hoffnung gibt. Andere genießen die Atmosphäre, "wo man sich willkommen fühlt", wie es ein Gast formuliert.

Natürlich predigt der Goliath mit dem roten Stirnband nicht jeden Kunden aufs Geratewohl an. "Die Gelegenheit muss passen - und Gott hat Zeit", meint Metzger und fügt in aller Gemütsruhe hinzu: "Doch sie passt häufig!"

Der 47-Jährige, der sich in der Volksmission zu Hause fühlt, mag es gar nicht, wenn die Kundschaft über Lokalpolitiker schimpft. "Man kann für die Obrigkeit beten, aber darüber schimpfen ist nicht biblisch." Daran hält er fest, trotz der eigenen ungewissen Zukunft auf dem Städtischen Sportplatz.

Gerhard Metzger hat sich im Laufe der letzten 24 Jahre reichlich Menschenkenntnis angeeignet, so lange schon bedient er die unterschiedlichste "Klientel" aus seinem Imbisswagen - erst am Michelberg-Gymnasium, später an der Stuttgarter Straße mit "Filiale" am Bahnhof und im Büchereicafé und jetzt in seiner "Imbisserei". So nennt er seine besondere Imbiss-Bude, weil er hier aus beruflicher Überzeugung "das Prinzip einer Metzgerei" verwirklicht: frische, möglichst selbst hergestellte Ware, auch vegetarische, innerhalb einer Woche verkaufen.

Bevor der schwergewichtige Mann mit dem grauen Bart vor 20 Jahren zum Glauben fand, ging er "durch ziemlichen Dreck", wie er sich ausdrückt. Dadurch bringt er heute Verständnis für Menschen auf, die Schweres durchmachen. "Wem viel vergeben wird, der liebt viel", ist er überzeugt. Pastor Bernhard Röckle attestiert Metzger "die erfolgreichste Missionsarbeit in Geislingen". Der so Gelobte bleibt bescheiden: "Das einzig Gute an mir ist Jesus in mir," charakterisiert er sich, bevor er einem Gast zum Abschied Gottes Segen wünscht.

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