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Geislinger Zeitung
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Autor: TAMARA HELL | 09.02.2010
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Campen bei Minusgraden
Aufhausen. Ein Wintercamp haben dieser Tage hartgesottene Jugendliche durchgezogen. Auf der Schonterhöhe haben Pfadfinder der Royal Rangers Ende Januar ein Lager aufgeschlagen bei bis zu minus 15 Grad.

Sogar ein Iglu bauten sich die hart gesottenen Pfadfinder.
Foto: Tamara Hell
Bibbern, zittern, frieren, schlottern - so stellt man sich ein Wintercamp vor. Doch den christlichen Pfadfindern Royal Rangers macht dies offenbar nichts aus. Für sie ist Kälte ein Fremdwort. Bei eisigen Temperaturen schlugen sie ihre Zelte in unberührter Natur nahe Aufhausen bei der Schonterhöhe auf.
Bei bis zu minus 15 Grad und jeder Menge Schnee gestalteten sich die rund 80 aus der Umgebung kommenden Jugendlichen im Alter ab zwölf Jahren und ihre Betreuer mit Campwart Rolf Ziller ihr eigenes buntes - oder doch eigentlich - weißes Wochenende.
Sie bauten Iglus, nahmen an gemeinsamen Gottesdiensten und Andachten teil, fuhren Schlitten oder machten Geländespiele - das alles, damit auch ja niemand anfing mit den Zähnen zu klappern. Und wenn einem doch mal zu kalt wurde, konnte er jederzeit in den Badeanzug oder die Badehose schlüpfen und sich in der "Sauna", einem Zelt mit extra Holzbänken und einem mit Holz befeuerten Ofen, wieder aufwärmen. Zudem gab es noch das sogenannte "Kannibalenbad", eine alte Badewanne, gefüllt mit Wasser und durch ein Feuer aufgeheizt, die mitten im Schnee stand.
"Ich habe nicht einmal von jemandem gehört, dass es ihm kalt wäre", berichtet die Stammleiterin Maria Raichle. Selbst in der Nacht bekamen die Camper die eisige Kälte nicht zu spüren. Zu zweit oder zu fünft in einem Zelt zusammengekuschelt, nach dem Zwiebelverfahren Schicht für Schicht eingepackt und manchmal sogar noch mit einem zelteigenen Ofen ausgerüstet, konnte man gar nicht frieren. bewaffnet, war dies nicht möglich.