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Den Wandel vom kriminellen Sascha zum überzeugten Christen Joshua Buck (vorn links) hat der Evangeliumsrundfunk jetzt unter anderem bei der Volksmission in Geislingen fürs Fernsehen verfilmt. Foto: Claudia Burst
Joshua Buck rutschte 24 Jahre lang auf der schiefen Bahn abwärts, bis er vor sieben Jahren zum Glauben und damit Halt im Leben fand. Seine Lebensgeschichte wird im TV gezeigt.
CLAUDIA BURST
Geislingen Bunte Scheinwerfer bilden zuckende Blitze auf der Tanzfläche, "Techno" und "House"-Musik dröhnt aus den Lautsprecherboxen. Jungs mit Kapuzenpullis handeln mit Ecstasy-Pillen, an Stehtischen warten Mädchen in extrem kurzen Röcken
Das ist das Milieu, in dem sich Joshua Buck viele Jahre lang aufgehalten hat. Dort hat er - damals hieß Joshua noch Sascha - mit Zwölf das Rauchen und Trinken angefangen, mit 15 Drogen genommen. Alles nur, um dazuzugehören, denn von zu Hause, später in einem Heim, bekam der Junge nicht die Zuwendung und den Halt, die er brauchte.
Seine "Karriere" führte 24 Jahre auf der schiefen Bahn abwärts, bis er schließlich wegen Drogenhandels im Gefängnis landete. Dort lernte er ein Ehepaar kennen, das die Gruppe "Gefangenenhilfe" leitete und den Gefangenen von einem Gott erzählte, der Hilfe schenkt und Schuld vergibt. Sie nahmen den jungen Mann, der inzwischen im "offenen Vollzug" lebte, zu Gottesdiensten mit. Dort erlebte Sascha das erste Mal Menschen, die sich um ihn kümmerten, Predigten, die ihn direkt anzusprechen schienen und eine fröhliche Atmosphäre.
Er begriff, dass nicht Gott, sondern er selbst an seinem Elend verantwortlich war und begann mit seiner Taufe im Jahr 2001 ein neues Leben. Wie der biblische Saulus nach der Begegnung mit Jesus zu Paulus wurde, so änderte Sascha seinen Namen in Joshua, um seine neue Lebenshaltung nach außen zu dokumentieren.
Inzwischen ist er verheiratet, hat einen kleinen Sohn und lebt in Temmenhausen bei Dornstadt. Seine Gemeindeheimat ist die Geislinger Volksmission, in der er als Praktikant zwei Jugendgruppen leitet, mit Leidenschaft predigt und zurzeit ein sechsjähriges Fernstudium zum Pastor absolviert.
Hier in der Volksmission ist es auch, wo die oben beschriebene Disco stattfindet, mitten im Gottesdienstsaal - und nur zu Fernsehzwecken. Denn die Redakteurin Lisette Keller vom Evangeliumsrundfunk (ERF) wurde auf den außergewöhnlichen "Lebenswandel" von Joshua aufmerksam und will dessen Lebensgeschichte in der christlichen Talksendung "Hof mit Himmel" den Zuschauern näher bringen.
Die gestellte Szene in der Disco soll einen Aspekt seines Lebens im Vorspann anschneiden, weitere Schlaglichter aus dem Leben von Joshua wurden in der Amstetter Aurainschule gedreht sowie in der dortigen Kirche, in einem Kellerraum und an einem Stacheldrahtzaun. Den Hauptteil der Sendung wird jedoch das Gespräch mit Joshua ausmachen.
Info:
Die Erstausstrahlung dieser "Hof mit Himmel"-Sendung wird am 31. Januar im Rhein-Main-TV sowie in "Das Vierte" erfolgen.